Soziale Probleme bei Intranets
Die soziale Komponente spielt wohl eine der entscheidendsten Rollen, wenn es um den Erfolg oder Misserfolg eines Intranets geht, da dieser in erster Linie vom Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters abhängig ist. Häufig muss sich die Umstellung in den Köpfen der Mitarbeiter auf die elektronische Einholung und Bereitstellung (Push-Prinzip im Sinne einer Bringschuld) von Informationen erst noch vollziehen: Informationen werden nicht mehr durchweg gebracht, sie sind auch abzuholen.
Von den Mitarbeitern wird in diesem Zusammenhang v.a. Offenheit, Eigeninitiative und Engagement zur Freigabe ihres Wissens gefordert.
Geeignete Anreize verringern die Gefahr, Individualinformationen als Waffe zur eigenen Absicherung zu nutzen, Wissen also als Machtmittel kontraproduktiv einzusetzen, um sich daraus Vorteile wie Aufstiegschancen im Unternehmen zu erhoffen. Hier ist es die Aufgabe der Führungskräfte im Sinne einer Vorbildfunktion erste Signale zu setzen.
Führungskräfte mit Vorbildfunktion können solche sein, die Wissen und Informationen als strategische Ressource erkennen und ihre Mitarbeiter zur Freigabe dieser Ressource motivieren (z.B. durch Anreizsysteme wie materielle Belohnungen oder Beitragsbewertungen, die in der Mitarbeiterbeurteilung berücksichtigt werden).
Wer Leistung will, muss auch Anerkennung und Sicherheit bieten, denn "selbständig denkende Menschen wollen den Sinn und Zweck ihres Handelns sehen und einsehen". Letztlich liegt es in den Händen der Führungskräfte zu erkennen, dass "Wissen Macht ist" und Wissen lediglich durch die Offenlegung von Informationen entstehen kann.
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